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Ludwik Fleck
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Ludwik Fleck, auch Ludwig Fleck (* 11. Juli 1896 in Lemberg, Österreich-Ungarn; † 5. Juni 1961 in Nes Ziona, Israel) war ein polnischer Mikrobiologe, Immunologe und Erkenntnistheoretiker. Sein philosophisches Hauptwerk Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache ist ein Klassiker der modernen Wissenschaftsforschung, das einen erheblichen Einfluss in den Disziplinen Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftstheorie, Wissenschaftssoziologie und Ideengeschichte ausgeĂŒbt hat.

Nach Fleck muss eine erfolgreiche Erkenntnistheorie die historischen und sozialen Faktoren berĂŒcksichtigen, durch die Erkenntniskriterien geformt werden. Im Zusammenhang mit dieser These lehnt er die Formulierung universeller Erkenntniskriterien ab und gilt als Vordenker der Historischen Epistemologie.cite-ref-1[1] Flecks philosophisches Werk blieb zu seinen Lebzeiten weitgehend unberĂŒcksichtigt: In den ersten zwanzig Jahren nach der Veröffentlichung seines Hauptwerkes wurden vermutlich weniger als 500 Exemplare verkauft.cite-ref-2[2] Die neuere Rezeption wurde durch Thomas S. Kuhn angestoßen, der im Vorwort von Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen bemerkte, dass Fleck viele „meiner eigenen Gedanken vorwegnimmt.“cite-ref-3[3]

Fleck war im biowissenschaftlichen Bereich vor allem als Mikrobiologe, insbesondere als Fleckfieberforscher bekannt. Er beschrieb 1930 den ersten zuverlÀssigen Hauttestcite-ref-4[4]cite-ref-5[5] zum Fleckfiebernachweis.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]

Contents

‱ Leben
‱ Denkstil
‱ Rezeption
‱ Schriften
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Leben

Ludwik Flecks Eltern, Sabina (geb. Herschdörfer)cite-ref-8[8] und Maurycy Fleck, die einen mittelstĂ€ndischen Malereibetrieb fĂŒhrtencite-ref-9[9], teilten ihre polnische Muttersprache mit etwa drei Vierteln und ihr jĂŒdisches Religionsbekenntnis mit rund einem Viertel der Bevölkerung Lembergs. Neben Polnisch wurde in der Stadt, die bis zum Ersten Weltkrieg Kultur-, Handels- und Verwaltungszentrum des habsburgischen Kronlandes Galizien und Lodomerien war, vor allem Deutsch – das Fleck spĂ€ter ebenso fließend wie seine Muttersprache beherrschen sollte – sowie Jiddisch und Ukrainisch gesprochen.cite-ref-10[10]

Ausbildung und ForschungstĂ€tigkeit in Lemberg (1914–1939)

Nach dem Besuch des polnischen humanistischen Gymnasiums begann Fleck 1914 an der UniversitĂ€t Lemberg ein Medizinstudium, das er im Zuge des Ersten Weltkrieges fĂŒr den MilitĂ€rdienst, in dessen Rahmen er als Arzt tĂ€tig war, unterbrechen musste. Ab 1920, noch vor seiner Promotion zum Dr. med. im Jahr 1922, war er als Assistent des Biologen und Fleckfieber-Spezialisten Rudolf Weigl zuerst in einem MilitĂ€rlabor in Przemyƛl und dann an der UniversitĂ€t Lemberg (polnisch LwĂłw) bereits im Bereich der Bakteriologie tĂ€tig.

1923 verließ Fleck die UniversitĂ€t, grĂŒndete ein privates bakteriologisches Laboratorium und ĂŒbernahm am Allgemeinen Krankenhaus Lembergs die Leitung zuerst des bakteriologisch-chemischen Labors der Abteilung fĂŒr Innere Medizin und spĂ€ter des bakteriologischen Labors der Abteilung fĂŒr Haut- und Geschlechtskrankheiten. Im selben Jahr heirateten Ludwik Fleck und Ernestyna Waldmann; im Dezember 1924 kam ihr Sohn Ryszard zur Welt. Nach einem Studienaufenthalt am Serotherapeuthischen Institut der UniversitĂ€t Wien bei Rudolf Kraus 1927 ĂŒbernahm Fleck die Leitung des bakteriologischen Laboratoriums der örtlichen Krankenkasse, bevor er ab 1935 – dem Erscheinungsjahr seines philosophischen Hauptwerkes Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache – ausschließlich in dem von ihm selbst gegrĂŒndeten Labor arbeitete.cite-ref-11[11]

Nach dem Überfall auf Polen, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, wurde Lemberg 1939 durch die UdSSR annektiert und Teil der Ukrainischen Sowjetrepublik. Fleck kehrte in seinen Beruf zurĂŒck und wurde in den folgenden zwei Jahren zum Dozenten und Leiter der Abteilung fĂŒr Mikrobiologie am – aus der medizinischen FakultĂ€t hervorgegangenen, aber nun selbstĂ€ndigen – Ukrainischen Medizinischen Institutcite-ref-12[12] und zum Direktor des StĂ€dtischen Hygiene-Instituts, außerdem nahm er die Funktion des Fachgutachters im Bereich der Serologie am (von Franciszek GroĂ«r geleiteten) Mutter-und-Kind-Institut wahr.cite-ref-13[13]

Deportation ins Lemberger Ghetto und die Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald (1941–1945)

Mit der deutschen Besatzung Lembergs 1941 (im Zuge des Angriffs des Deutschen Reiches auf die Sowjetunion) verlor Fleck – als Angehöriger der imaginierten jĂŒdischen Rassecite-ref-14[14] – alle Positionen und wurde gezwungen, mit seiner Familie ins Ghetto Lemberg zu ziehen, wo er von nun an als Leiter des chemisch-bakteriologischen Labors im JĂŒdischen Krankenhaus, welches provisorisch im GebĂ€ude eines frĂŒheren Gymnasiums eingerichtet worden war, arbeitete.cite-ref-15[15] Innerhalb kĂŒrzester Zeit und unter widrigsten Bedingungen entwickelte er mit seinen Kollegen ein Verfahren zur Herstellung von (im Ghetto dringend benötigtem) Fleckfieber-Impfstoff aus dem Urin Infizierter.

Da die im Krankenhaus verfĂŒgbare Infrastruktur völlig unzureichend fĂŒr die Herstellung der benötigten Mengen des Serums war, nahm die Forschergruppe Kontakt mit dem (nun deutschen) EigentĂŒmer der in NĂ€he des Ghettos gelegenen pharmazeutischen Fabrik Laokoon auf; Fleck und seine Mitarbeiter boten an, ihm das Patent fĂŒr die Herstellung des Impfstoffs zu ĂŒberlassen, wenn sie dafĂŒr die Möglichkeit erhielten, diesen in der Fabrik herzustellen. Nach ÜberprĂŒfung der Forschungsergebnisse durch deutsche Mediziner wurde Fleck gemeinsam mit seiner Familie und einigen anderen Spezialisten im Dezember 1942 auf dem GelĂ€nde der Fabrik eingesperrt und gezwungen, die Arbeit am Fleckfieber-Impfstoff fĂŒr die Deutschen fortzusetzen.cite-ref-16[16]

Bereits zwei Monate spĂ€ter, Anfang Februar 1943, wurde Fleck mit seiner Familie in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo er und sein Sohn zunĂ€chst schwerer körperlicher Arbeit zugeteilt wurden. Im MĂ€rz erkrankten beide an Fleckfieber, mussten die Arbeit aber trotz hohen Fiebers fortsetzen. Durch die Folgen eines – ihm von einem nationalistisch gesinnten Gefangenen zugefĂŒgten – Rippenbruches zusĂ€tzlich geschwĂ€cht, wurde Fleck schließlich im halb-bewussten Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Nach seiner Genesung arbeitete er als Leiter des serologischen Labors (dem auch seine Frau Ernestina Waldman und spĂ€ter sein Sohn Ryszard Fleck zugeteilt wurden) am Institut fĂŒr Hygiene im Block 10 des Lagers – denselben RĂ€umlichkeiten, in denen unter der Leitung des SS-Arztes Carl Clauberg medizinische Experimente an HĂ€ftlingen durchgefĂŒhrt wurden.cite-ref-17[17]

Im Januar 1944 wurde Fleck auf Anordnung des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert und dort bis zur Befreiung im April 1945 gezwungen, in einem Labor unter der Leitung von Erwin Ding-Schuler in Block 50 Forschungen zu einem Fleckfieber-Impfstoff fĂŒr das Hygiene-Institut der Waffen-SS durchzufĂŒhren. Hier beteiligte er sich an einer Sabotage-Aktion: Die Gruppe lieferte bewusst unwirksamen Impfstoff an die SS und produzierte Proben wirksamen Impfstoffs lediglich fĂŒr die an MithĂ€ftlingen durchgefĂŒhrten Kontrollen.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19] Wie Fleck selbst ĂŒberlebten seine Frau und sein Sohn den Krieg, alle anderen Familienangehörigen kamen um.cite-ref-20[20]

Die Jahre in Lublin und Warschau, Auswanderung nach Israel (1945–1961)

Nach einem mehrmonatigen Krankenhausaufenthalt gingen Fleck und seine Frau nach Lublin, wo er als Leiter der Abteilung fĂŒr medizinische Mikrobiologie der FakultĂ€t fĂŒr Medizin an der Maria-Curie-SkƂodowska-UniversitĂ€t arbeitete, nach seiner Habilitation bei Ludwik Hirszfeld wurde er 1947 zum außerordentlichen und bereits 1950 zum ordentlichen Professor an der inzwischen selbstĂ€ndig gewordenen Medizinischen UniversitĂ€t Lublin ernannt. 1952 zogen sie nach Warschau, wo Fleck Direktor der Abteilung fĂŒr Mikrobiologie und Immunologie des Mutter-und-Kind-Instituts (poln. Instytut Matki i Dziecka) wurde. 1954 wurde er zum Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften gewĂ€hlt.

Die Nachkriegsjahre stellten eine Phase intensivster medizinischer ForschungstĂ€tigkeit fĂŒr Fleck dar: In den Jahren nach 1945 betreute er mehr als 50 Doktorarbeiten und publizierte mehr als 80 Studien in polnischen, französischen, englischen und Schweizer wissenschaftlichen Zeitschriften. Vorlesungen und Kongresse besuchte Fleck in DĂ€nemark, Frankreich, der UdSSR, den USA und Brasilien. Im Mittelpunkt seiner Forschungsarbeiten stand ein Abwehrmechanismus (das PhĂ€nomen der Zusammenballung von Leukozyten unter Bedingungen des Stresses und bei Infektionen), den er Leukergie nannte.

Nach einem Herzinfarkt 1956 und einer Krebsdiagnose (Lymphosarkom) 1957 emigrierte Fleck mit seiner Frau zum Sohn Ryszard, der bereits nach dem Krieg nach Israel ausgewandert war. Hier arbeitete Fleck am Israelischen Institut fĂŒr biologische Forschung in Nes Ziona als Leiter der Abteilung fĂŒr experimentelle Pathologie, 1959 wurde er zum Visiting Professor fĂŒr Mikrobiologie an der medizinischen FakultĂ€t der HebrĂ€ischen UniversitĂ€t Jerusalem ernannt.

Am 5. Juni 1961 starb Ludwik Fleck im Alter von 64 Jahren nach einem zweiten Herzinfarkt in Nes Ziona.cite-ref-21[21]

FrĂŒhe wissenschaftstheoretische Schriften

Flecks erste wissenschaftstheoretische Arbeit Über einige spezifische Merkmale des Ă€rztlichen Denkens wurde 1927 in polnischer Sprache publiziert und basierte auf einem Vortrag, den er 1926 vor der Gesellschaft der Freunde der Geschichte der Medizin in Lemberg gehalten hatte. Der Vortrag verdeutlicht, auf welche Weise Flecks WissenschaftsverstĂ€ndnis durch seinen medizinischen Standpunkt geprĂ€gt wurde. Nach Fleck zeichnet sich die Medizin durch eine Reihe von Merkmalen aus, die von Wissenschaftstheoretikern und -historikern vernachlĂ€ssigt werden, da sie in der Regel von dem Paradigma der Physik oder Chemie ausgehen. „Der Gegenstand Ă€rztlicher Erkenntnis selbst unterscheidet sich im Grundsatz vom Gegenstand naturwissenschaftlicher Erkenntnis. WĂ€hrend der Naturwissenschaftler typische, normale PhĂ€nomene sucht, studiert der Arzt gerade die nichttypischen, nicht normalen, krankhaften PhĂ€nomene.“cite-ref-22[22] Dies habe zur Folge, dass das Ziel des medizinischen Denkens nicht auf die Formulierung allgemeiner Naturgesetze ausgerichtet sei und dass die Krankheitstypen der medizinischen Taxonomie zwangslĂ€ufig idealisierte Fiktionen darstellten. Die medizinische Beschreibung könne daher auch keine allgemeingĂŒltige Theorie formulieren, sondern sei immer an praktisch dominierte Standpunkte gebunden.

Flecks Theorie des Ă€rztlichen Denkens nimmt bereits einige seiner spĂ€ter ausformulierten Ideen zur Kontextgebundenheit des Wissens voraus, bleibt jedoch auf die Medizincite-ref-23[23] beschrĂ€nkt, wĂ€hrend den klassischen Naturwissenschaften eine Beschreibung der Welt durch allgemeine Naturgesetze zugesprochen wird. Dies Ă€ndert sich allerdings bereits mit Flecks zweitem wissenschaftstheoretischen Aufsatz Zur Krise der „Wirklichkeit“, der 1929 in der Zeitschrift Die Naturwissenschaftencite-ref-24[24] erschien. Dieser Aufsatz enthĂ€lt einige von Flecks am stĂ€rksten relativistisch anmutenden Beschreibungen, die auf jede Form von Denken und Wissenschaft bezogen sind: „Jedes denkende Individuum hat also als Mitglied irgendeiner Gesellschaft seine eigene Wirklichkeit, in der und nach der es lebt. Jeder Mensch besitzt sogar viele, zum Teil widersprechende Wirklichkeiten: die Wirklichkeit des alltĂ€glichen Lebens, eine berufliche, eine religiöse, eine politische und eine kleine wissenschaftliche Wirklichkeit.“cite-ref-25[25] Flecks Aufsatz war eine Reaktion auf Kurt Riezlers Artikel Die Krise der ‚Wirklichkeit’, der ein Jahr zuvor in der gleichen Zeitschrift erschienen war.cite-ref-26[26] Nach Riezler befindet sich die Idee einer absoluten Wirklichkeit in der Krise, da im Rahmen der RelativitĂ€tstheorie und Quantenphysik das scheinbar sicherste Wissen erschĂŒttert werde und die strikten Naturgesetze durch „statistische GesetzmĂ€ĂŸigkeiten“ ersetzt wĂŒrden. Fleck reagiert auf diese Diagnose, indem er fordert, die Idee einer absoluten Wirklichkeit aufzugeben und die VerschrĂ€nkung von Beobachter und Beobachtetem von der Quantentheorie allgemein auf die Wissenschaften auszudehnen.

Der Wissenschaftshistoriker Christian Bonah hat darauf hingewiesen, dass die naturwissenschaftlichen Krisendebatten der Zwischenkriegszeit nicht auf die Physik beschrĂ€nkt blieben, sondern auch in Flecks eigenem Forschungsgebiet, der Medizin, eine herausragende Bedeutung erlangten.cite-ref-27[27] 1929 veröffentlichte etwa Julius Moses einen Text mit dem Titel Die Krise der Medizin, in dem er den medizinischen Disziplinen vorwarf, sich mit einem zunehmend mechanisierten Zugang von den Patienten und ihren Problemen entfernt zu haben.cite-ref-28[28] Die Kritik der modernen Medizin erreichte 1930 im Zuge des LĂŒbecker ImpfunglĂŒcks ihren Höhepunkt, bei dem 77 Kinder infolge eines kontaminierten Tuberkuloseimpfstoffes starben. Bonah argumentiert, dass Flecks Werk auch als eine Reaktion auf das Krisendenken in der zeitgenössischen Medizin zu verstehen ist.

Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache

Fleck verband wissenschaftliches und philosophisches Denken, einzelwissenschaftliche Analyse und allgemeine Wissenschaftstheorie. Im Gegensatz zu den fĂŒhrenden Wissenschaftstheoretikern seiner Zeit, wie etwa Karl Popper, orientierte er sich nicht an idealisierten FĂ€llen der Physik, sondern an Forschungen in der Medizin und Biologie.cite-ref-29[29] Er entwickelte in seinem Hauptwerk Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache die Begriffe Denkstil und Denkkollektiv. Der Begriff des Denkstils wurde in der Wissenschaftstheorie, gemĂ€ĂŸ Keilcite-ref-30[30] das Flecksche Modell eines „Paradigmenwechsels“ usurpierend, von Thomas Kuhn in Form des Paradigmas wieder aufgegriffen. Die Idee, die Fleck mit dem Konzept des Denkkollektivs verband, findet sich in Kuhns Konzeption der Normalwissenschaft.

Denkkollektiv

Erkenntnis ist nach Ansicht Flecks ein soziales PhĂ€nomen und daher nicht als eine zweiseitige Relation zwischen Subjekt und Objekt zu verstehen. Vielmehr mĂŒsse als dritter Faktor im Erkenntnisprozess das Denkkollektiv eingefĂŒhrt werden, das „als Gemeinschaft der Menschen, die im Gedankenaustausch oder in gedanklicher Wechselwirkung stehen“ definiert wird. In diesem Sinne sei das Denkkollektiv der „TrĂ€ger geschichtlicher Entwicklung eines Denkgebietes, eines bestimmten Wissensbestandes und Kulturstandes, also eines besonderen Denkstils.“cite-ref-31[31]

Der Begriff des Denkkollektivs ist im Werk Flecks allgemein gefasst, so dass er sich auf verschiedene soziale ZusammenhĂ€nge anwenden lĂ€sst. So behandelt Fleck etwa Wissenschaftlergruppen als Denkkollektive, wenn sie sich auf einer gemeinsamen experimentellen und theoretischen Basis mit einem Problem beschĂ€ftigen. Zugleich erörtert er jedoch auch breitere außerwissenschaftliche ZusammenhĂ€nge unter Bezug auf das Denkstilkonzept. In diesem Sinne könne etwa die Modewelt oder eine Religionsgemeinschaft ein Denkkollektiv bilden.cite-ref-ee141-32-0[32] Fleck entwickelt den Begriff des Denkkollektivs am Beispiel der Wissenschaftlergruppen, die an der Diagnostik der Syphilis arbeiteten und letztlich zum Verfahren der (Bordet-)Wassermann-Reaktioncite-ref-33[33]cite-ref-34[34] gelangten.

In seiner einfachsten Form entstehe ein Denkkollektiv, wenn „zwei oder mehrere Menschen Gedanken austauschen“.cite-ref-35[35] Von einer solchen zufĂ€lligen Konstellation seien jedoch stabile Denkkollektive zu unterscheiden, die sich durch einen etablierten Denkstil mit Beharrungstendenz auszeichnen. Beharrungstendenz meint, dass die wesentlichen Überzeugungen und Handlungsmuster von den Mitgliedern des Denkkollektivs als so selbstverstĂ€ndlich wahrgenommen werden, dass eine VerĂ€nderung undenkbar erscheint. Dass es dennoch zu VerĂ€nderungen komme, lasse sich primĂ€r durch den interkollektiven Gedankenverkehr erklĂ€ren, der immer „eine Verschiebung oder VerĂ€nderung der Denkwerte zur Folge habe.“cite-ref-ee141-32-1[32]

Schließlich postuliert Fleck eine interne Struktur des Denkkollektivs, die sich sozialwissenschaftlich analysieren lasse. Von besonderer Bedeutung sei die Unterscheidung zwischen einem esoterischen Kreis der Fachspezialisten und einem exoterischen Kreis der interessierten Laien. Zwischen diesen beiden Extremen gebe es eine Reihe von Abstufungen, so könne etwa der allgemeine Biologe eine Mittelrolle zwischen dem spezialisierten mikrobiologischen Syphilisforscher und dem interessierten Laien einnehmen. Der internen Struktur des Denkkollektivs entsprechen nach Ansicht Flecks verschiedene Publikationsformen: Die Zeitschriftenwissenschaft, die Handbuchwissenschaft und die populĂ€re Wissenschaft. Dabei wirke jedoch nicht nur der esoterische Kreis auf die Peripherie, der intrakollektive Gedankenverkehr gehe vielmehr in beide Richtungen: Die populĂ€re Wissenschaft „bildet die spezifische öffentliche Meinung und die Weltanschauung und wirkt in dieser Gestalt auf den Fachmann zurĂŒck“.cite-ref-36[36]

Denkstil

Das Denkkollektiv wird durch einen Denkstil zusammengehalten, der von Fleck als „gerichtetes Wahrnehmen, mit entsprechendem gedanklichen und sachlichen Verarbeiten des Wahrgenommenen“ definiert wird.cite-ref-37[37] Der Denkstil lege fest, was innerhalb des Kollektivs als wissenschaftliches Problem, evidentes Urteil oder angemessene Methode gelte. Auch was als Wahrheit gelte, könne nur in der stilgemĂ€ĂŸen Auflösung von Problemen bestimmt werden:

„Solche stilgemĂ€ĂŸe Auflösung, nur singular möglich, heißt Wahrheit. Sie ist nicht »relativ« oder gar »subjektiv« im populĂ€ren Sinne des Wortes. Sie ist immer oder fast immer, innerhalb eines Denkstils, vollstĂ€ndig determiniert. Man kann nie sagen, derselbe Gedanke sei fĂŒr A wahr und fĂŒr B falsch. Gehören A und B demselben Denkkollektive an, dann ist der Gedanke fĂŒr beide entweder wahr oder falsch. Gehören sie aber verschiedenen Denkkollektiven an, so ist es eben nicht derselbe Gedanke, da er fĂŒr einen von ihnen unklar sein muß oder von ihm anders verstanden wird.“

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Ludwik Fleck

Der Denkstil werde zwar im intra- und interkollektiven Gedankenaustausch permanent geringfĂŒgig verĂ€ndert, erzeuge jedoch zugleich einen Denkzwang, der grundlegende VerĂ€nderungen ver- oder zumindest behindere. Diese Beharrungstendenz im Denkstil wird nach Fleck durch fĂŒnf Strategien gesichert.cite-ref-39[39] Erstens scheine ein Widerspruch zum Meinungssystem undenkbar, so dass gar nicht erst nach kontrĂ€ren Evidenzen gesucht werde. Sollten dennoch widersprechende Evidenzen auftauchen, so blieben sie zweitens ungesehen und ignoriert. Wenn ein Forscher dennoch auf einen Widerspruch stoße, so bleibe dieser drittens hĂ€ufig verschwiegen und nicht diskutiert. Sollte der Widerspruch dennoch offensichtlich werden, so werde er viertens mittels großer Kraftanstrengung in das Meinungssystem integriert. Insbesondere dieses Merkmal hat in der neueren Wissenschaftsgeschichte und -theorie große Beachtung gefunden. Ein klassisches Beispiel ist die Konstruktion von Epizyklen zur Verteidigung des geozentrischen Weltbildes.cite-ref-40[40] Schließlich argumentiert Fleck, dass ein Denkstil sogar Beobachtungen erdichte, die der herrschenden Anschauung entsprechen. So wurde etwa die Analogie maskuliner und femininer Geschlechtsteile in zahlreichen anatomischen LehrbĂŒchern gezeichnet, auch wenn sie dem heutigen Beobachter als pure Fiktion erscheint.

Wenn es trotz derartiger Mechanismen zu einer grundlegenden VerĂ€nderung des Denkstils kommt, so verschwinden nach Fleck die alten Meinungssysteme nicht vollstĂ€ndig. Zum einen gebe es Minderheiten, die an einem alten Denkstil festhalten, wie etwa an der Astrologie, Alchemie und Magie. Zudem sei jeder Denkstil wesentlich durch seine VorgĂ€nger geprĂ€gt. „Wahrscheinlich bilden sich nur sehr wenige vollkommen neue Begriffe ohne irgendeine Beziehung zu frĂŒheren Denkstilen. Nur ihre FĂ€rbung Ă€ndert sich zumeist, wie der wissenschaftliche Begriff der Kraft dem alltĂ€glichen Kraftbegriff oder der neue Syphilisbegriff dem mystischen entstammt.“cite-ref-ee131-38-1[38]

Obwohl jeder Denkstil somit auf den Schultern vergangener Meinungssysteme stehe, können die VerĂ€nderungen so grundlegend sein, dass Denkstile eine vollkommen fremde Gedankenwelt konstituieren. Als Illustration verweist Fleck etwa auf einen Text aus dem 18. Jahrhundert, der behauptet, dass man nach dem Essen leichter als vor dem Essen sei, so wie auch Lebende leichter als Tote und fröhliche Menschen leichter als traurige Menschen seien. Aus der Perspektive des modernen Begriffs der Schwere scheinen diese Behauptungen absurd, allerdings beruhten sie auf einer in sich kohĂ€renten VerknĂŒpfung von Schwere, SchwerfĂ€lligkeit und Schwermut: „Diese Menschen haben beobachtet, nachgedacht, Ähnlichkeiten gefunden und verbunden, allgemeine Prinzipien aufgestellt – und doch ein ganz anderes Wissen aufgebaut als wir.“cite-ref-41[41]

Rezeption

Vor dem Zweiten Weltkrieg

Flecks Arbeiten wurden vor dem Zweiten Weltkrieg nur spĂ€rlich rezipiert. Einerseits war das intellektuelle Klima der spĂ€ten 1920er und frĂŒhen 1930er Jahren gĂŒnstig fĂŒr Flecks Thesen, wie etwa die sich entwickelnde Wissenssoziologie Karl Mannheims und die Krisendebatten in den deutschsprachigen Wissenschaften zeigen. Andererseits nahm Fleck als Immunologe im polnischen Lemberg sowohl beruflich als auch geographisch eine Außenseiterposition in der wissenschaftstheoretischen Debatte ein. Hinzu kam der zunehmende Antisemitismus, der die Rezeption von Flecks 1935 in deutscher Sprache veröffentlichtem Hauptwerk stark einschrĂ€nkte.

Dennoch blieben Flecks Arbeiten nicht vollstĂ€ndig unberĂŒcksichtigt. Ab 1937 fĂŒhrte Fleck etwa eine Debatte mit der polnischen Wissenschaftstheoretikerin Izydora Dąmbska, die als Vertreterin der Lemberg-Warschau-Schule stark vom zeitgenössischen Neopositivismus beeinflusst war. Dąmbska warf Fleck vor, einen inakzeptablen Relativismus zu propagieren, da „aus der Verneinung der Möglichkeit einer intersubjektiven Erkenntnis die Ablehnung der Möglichkeit von Wissenschaft“ folge.cite-ref-42[42] Fleck reagierte auf die Kritik mit einer Verteidigung der Denkstiltheorie, die von veralteten Vorurteilen befreien und neue forschungswĂŒrdige Bereiche enthĂŒllen wĂŒrde. „In diesem Sinne, das heisst wegen ihrer befreienden und heuristischen Rolle, meine ich, dass sie wahr ist.“cite-ref-43[43]

Thomas Schnelle und Lothar SchĂ€fer verweisen auf insgesamt 20 Rezensionen von Flecks Monographie, die jedoch grĂ¶ĂŸtenteils in medizinischen Fachzeitschriften erschienen und keine breite wissenschaftstheoretische Debatte auslösten.cite-ref-44[44] Besonders kritisch setzte sich der Anatom Hans Petersen in einer Rezension in der Klinischen Wochenschrift mit der Lehre von Ludwik Fleck auseinander.cite-ref-45[45]

Zögerliche Wiederentdeckung

Nach dem Zweiten Weltkrieg gerieten Flecks Schriften weitgehend in Vergessenheit. Zwar bemĂŒhte sich Fleck um eine Neuauflage seines Werks, der Verlag hatte jedoch Bedenken, da auch 1959 noch 258 Exemplare der Erstauflage vorhanden waren.cite-ref-46[46] Zu einer langsamen Wiederentdeckung kam es erst ein Jahr nach Flecks Tod 1961 durch die ErwĂ€hnung im Vorwort von Thomas Kuhns Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Kuhn war eher zufĂ€llig auf das Werk Flecks gestoßen und merkte im Vorwort an, dass es viele seiner Gedanken vorwegnehme.

Jenseits dieser kurzen Bemerkung ging Kuhn nicht weiter auf Fleck ein. Erst in den 1970er Jahren erschienen Arbeiten, die sich detaillierter mit seinem Werk auseinandersetzen.cite-ref-47[47] Diese Arbeiten blieben jedoch vereinzelt und betrachteten Fleck hÀufig aus der Perspektive eines historischen VorlÀufers Kuhns. Doch es gab auch eine verdeckte (klandestine) Rezeption Flecks, z. B. bei Karl Eduard Rothschuh und Hans Blumenberg.cite-ref-48[48] Zu einer breiten und eigenstÀndigen Rezeption kam es nach 1980 durch die um eine Einleitung erweiterte Neuauflage der Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache, herausgegeben von Lothar SchÀfer und Thomas Schnelle. Eine englischsprachige Ausgabe wurde von Thaddeus J. Trenn und Robert K. Merton 1979 bei University of Chicago Press herausgegeben.cite-ref-49[49]

Neuere Rezeption

Flecks Werk hat sich zu einem Klassiker der Wissenschaftsgeschichte, -soziologie und -theorie entwickelt. Im Jahr 2000 erklĂ€rten beispielsweise Erich Otto Graf und Karl Mutter, dass Fleck „weitgehend im Mainstream“ der entsprechenden Forschung aufgegangen sei.cite-ref-50[50] Derartige EinschĂ€tzungen beziehen sich insbesondere auf Flecks These, dass sich die Entwicklung der Wissenschaften nicht unter Bezug auf allgemeine Erkenntniskriterien und Methoden rekonstruieren lasse. Im Sinne von Flecks Denkstiltheorie mĂŒssten vielmehr verschiedene methodologische, soziale und forschungspraktische Faktoren berĂŒcksichtigt werden, die zudem selbst dem historischen Wandel unterworfen seien. Eine besondere Beachtung erfĂ€hrt Fleck im Rahmen der so genannten historischen Epistemologie, die die historische Entwicklung zentraler Erkenntnisbegriffe wie Beobachtung, Experiment, ObjektivitĂ€t oder Argument untersucht.

Umstritten bleibt Flecks Werk im VerhĂ€ltnis von Erkenntnistheorie und Relativismus: Wenn wissenschaftliche Tatsachen nur im Rahmen eines bestimmten Denkstils GĂŒltigkeit beanspruchen können, stellt sich die Frage nach der Existenz von denkstilunabhĂ€ngigen Tatsachen und somit einer denkstilunabhĂ€ngigen RealitĂ€t. Zu den schĂ€rfsten Kritikerinnen gehört Eva Hedfors, die Fleck als einen „Sokal vor Sokal“ bezeichnetecite-ref-51[51] und hierfĂŒr selbst massiver Kritik ausgesetzt war.cite-ref-52[52] Claus Zittel argumentiert, dass es im Werk Flecks eine Spannung zwischen relativistischen Annahmen und AllgemeingĂŒltigkeit beanspruchenden Thesen zur Funktion des Denkstils gebe.cite-ref-53[53]

Auszeichnungen

‱ 1951: Polnischer Staatspreis fĂŒr wissenschaftliche Leistungen II. Grades
‱ 1954: Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften
‱ 1955: Orden Polonia Restituta in der Offiziersklasse.cite-ref-54[54]

Schriften

‱ Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3 (textidentisch mit der 1935 bei Benno Schwabe & Co. in Basel erschienenen ersten Ausgabe).
‱ Erfahrung und Tatsache. Gesammelte AufsĂ€tze. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 404). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-518-28004-X.
‱ Denkstile und Tatsachen. Gesammelte Schriften und Zeugnisse. Herausgegeben und kommentiert von Sylwia Werner und Claus Zittel, unter Mitarbeit von Frank Stahnisch (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 1953). Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-29553-3 (mit vollstĂ€ndiger Bibliographie, S. 656–672).

Literatur

‱ Thomas Schnelle: Ludwik Fleck – Leben und Denken. Zur Entstehung und Entwicklung des soziologischen Denkstils in der Wissenschaftsphilosophie (= Hochschulsammlung Philosophie: Philosophie. Band 3). Hochschulverlag, Freiburg im Breisgau 1982, ISBN 3-8107-2165-4 (Diss. phil. Hamburg).
‱ Robert S. Cohen, Thomas Schnelle (Hrsg.): Cognition and Fact. Materials on Ludwik Fleck (= Boston Studies in the Philosophy of Science. Band 87). R. Reidel Publishing Company, Dordrecht 1986, ISBN 90-277-1902-0 (englisch, ethz.ch [PDF; 110,2 MB]).
‱ Rainer Egloff (Hrsg.): Tatsache – Denkstil – Kontroverse: Auseinandersetzungen mit Ludwik Fleck (= Collegium Helveticum. Nr. 1). Collegium Helveticum, ZĂŒrich 2005, ISBN 3-9522441-2-0 (vdoc.pub [PDF; 8,3 MB]).
‱ Silvia Berger: Umdeuten, Ausblenden, Beharren. Zur Persistenz wissenschaftlicher Denkstile am Beispiel der deutschen Bakteriologie, 1890–1918. In: Rainer Egloff (Hrsg.): Tatsache – Denkstil – Kontroverse: Auseinandersetzungen mit Ludwik Fleck. ZĂŒrich 2005, S. 71–77.
‱ Birgit Griesecke, Erich Otto Graf (Hrsg.): Ludwik Flecks vergleichende Erkenntnistheorie. Die Debatte in Przegląd Filozoficzny 1936–1937 (= Fleck-Studien. Band 1). Parerga, Berlin 2008, ISBN 978-3-937262-44-4.
‱ Johannes Fehr, Nathalie Jas, Ilana Löwy (Hrsg.): Penser avec Fleck – Investigating a Life Science Studying Life Sciences (= Collegium Helveticum. Nr. 7). Collegium Helveticum, ZĂŒrich 2009, ISBN 978-3-9523497-0-0 (englisch, französisch).
‱ Rainer Egloff, Johannes Fehr (Hrsg.): VĂ©ritĂ©, Widerstand, Development: At Work with / Arbeiten mit / Travailler avec Ludwik Fleck (= Collegium Helveticum. Nr. 12). Collegium Helveticum, ZĂŒrich 2011, ISBN 978-3-9523497-5-5 (deutsch, englisch).
‱ Claus Zittel: Ludwik Fleck und der Stilbegriff in den Naturwissenschaften. Stil als wissenschaftshistorische, epistemologische und Ă€sthetische Kategorie. In: Horst Bredekamp, John Michael Krois (Hrsg.): Sehen und Handeln. Akademie Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-05-005090-4, S. 171–206.
‱ Birgit Griesecke: Fremdforschung. Der ethnographische Impuls in den Wissenschaften. Fleck und die Folgen. In: Birgit Griesecke unter der Mitarbeit von Werner Kogge (Hrsg.): Fremde Wissenschaft? Drei Studien zum Einsatz konzeptueller Forschung im VerhĂ€ltnis von Wissenschaft und Kultur. Kulturverlag Kadmos, Berlin 2014, ISBN 978-3-86599-229-1, S. 15–90 (Inhaltsverzeichnis).
‱ Gestalt-Ritus-Kollektiv. Ludwik Fleck im Kontext der zeitgenössischen Gestaltpsychologie, Ethnologie und Soziologie, herausgegeben von Sylwia Werner und Bernhard Kleeberg, Sonderheft der Zeitschrift fĂŒr Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin, NTM, Bd. 22, Nr. 1–2 (2014).
‱ Sylwia Werner: Wissenschaft und Magie. Ethnologische und wahrnehmungspsychologische Motive in Ludwik Flecks Epistemologie. In: NTM. Band 22,2014, 1–2, S. 31–48.
‱ Claus Zittel: Fleck-Fieber. In: Zeitschrift fĂŒr Ideengeschichte. Band 11, Nr. 2, 2017, S. 15–28.
‱ Andreas Pospischil: Ludwik Fleck und das nicht nach ihm benannte Fleckfieber. Chronos, ZĂŒrich, ISBN 978-3-0340-1600-1.

Weblinks

‱ Literatur von und ĂŒber Ludwik Fleck im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Wojciech Sady: Ludwig Fleck. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
‱ QuellenbestĂ€nde zu Ludwik Fleck im Archiv fĂŒr Zeitgeschichte der ETH ZĂŒrich
‱ Ludwik Fleck Zentrum am Collegium Helveticum
‱ Ludwik-Fleck-Kreis
‱ Richard Hemmer und Daniel Meßner: Kleine Geschichte eines Forschers, der in die FĂ€nge der Nazis geriet in Spektrum.de vom 11. Januar 2023

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Vgl. etwa Hans-Jörg Rheinberger: Historische Epistemologie (= Zur EinfĂŒhrung. Nr. 336). Junius, Hamburg 2007, ISBN 978-3-88506-636-1, S. 47–54.
cite-note-22. ↑ Erich Otto Graf, Karl Mutter: Zur Rezeption des Werkes von Ludwik Fleck. In: Zeitschrift fĂŒr philosophische Forschung. Band 54, Nr. 2, 2000, ISSN 0044-3301, S. 283.
cite-note-33. ↑ Thomas S. Kuhn: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 25). 2. rev. und um das Postskriptum von 1969 erg. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-518-27625-5, S. 8.
cite-note-44. ↑ Ludwik Fleck: Versuche ĂŒber eine lokale Hautreaktion mit Proteus X-19 Extrakten (Die Exanthinreaktion). In: Zschr. Immunit.forsch. exp. Therap. Band 72, 1931, S. 282–300.
cite-note-55. ↑ Andrej Grzybowski: Ludwik Fleck’s studies in microbiology. In: WĂŒrzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 26, 2007, S. 110–119.
cite-note-66. ↑ Florian G. Mildenberger: Kein Heil durch Arsen? Die Salvarsandebatte und ihre Konsequenzen. In: Fachprosaforschung – GrenzĂŒberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013 (2014), S. 327–390, hier: S. 369–372.
cite-note-77. ↑ Ludwik Fleck, I. Hescheles: Über eine Fleckfieber-Hautreaktion (die Exanthinreaktion) und ihre Ähnlichkeit mit dem Dicktest. In: Klinische Wochenschrift. Band 10, 1931, S. 1075 f.
cite-note-88. ↑ Ludwik Fleck: Genesis and development of a scientific fact. Edited by Thaddeus J. Trenn and Robert K. Merton. The University of Chicago Press, Chicago 1979, ISBN 0-226-25324-4, Biographischer Abriss der Herausgeber, S. 149 (englisch).
cite-note-99. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, Einleitung der Herausgeber, S. X.
cite-note-1010. ↑ Erich Otto Graf, Karl Mutter: Ludwik Fleck und Europa. In: Rainer Egloff (Hrsg.): Tatsache – Denkstil – Kontroverse: Auseinandersetzungen mit Ludwik Fleck (= Collegium Helveticum). Nr. 1. Collegium Helveticum, ZĂŒrich 2005, ISBN 3-9522441-2-0, S. 14.
cite-note-1111. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, Einleitung der Herausgeber, S. XI.
cite-note-1212. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, Einleitung der Herausgeber, S. XII.
cite-note-1313. ↑ Sylwia Werner, Claus Zittel (Hrsg.): Denkstile und Tatsachen. Gesammelte Schriften und Zeugnisse (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 1953). Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-29553-3, Zeittafel der Herausgeber, S. 651.
cite-note-1414. ↑ Vgl. auch Veronika Lipphardt: Denkstil, Denkkollektiv und wissenschaftliche Tatsachen der deutschen Rassenforschung vor 1933. Zur Anwendbarkeit des wissenschaftshistorischen Ansatzes von Ludwik Fleck. In: Rainer Egloff (Hrsg.): Tatsache – Denkstil – Kontroverse: Auseinandersetzungen mit Ludwik Fleck. ZĂŒrich 2005, S. 63–70.
cite-note-1515. ↑ Ludwik Fleck: Untersuchungen zum Flecktyphus im Lemberger Ghetto in den Jahren 1941–1942. In: Sylwia Werner, Claus Zittel (Hrsg.): Denkstile und Tatsachen. Gesammelte Schriften und Zeugnisse (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft). Nr. 1953. Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-29553-3, S. 505.
cite-note-1616. ↑ Ludwik Fleck: Wie wir den Anti-Flecktyphus-Impfstoff im Lemberger Ghetto hergestellt haben. In: Sylwia Werner, Claus Zittel (Hrsg.): Denkstile und Tatsachen. Gesammelte Schriften und Zeugnisse (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft). Nr. 1953. Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-29553-3, S. 522.
cite-note-1717. ↑ Ludwik Fleck: Bericht ĂŒber den Aufenthalt im KZ Auschwitz. In: Sylwia Werner, Claus Zittel (Hrsg.): Denkstile und Tatsachen. Gesammelte Schriften und Zeugnisse (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft). Nr. 1953. Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-29553-3, S. 487–489.
cite-note-1818. ↑ Ludwik Fleck: In der Buchenwalder Angelegenheit. Kommentar zum Buch F. Bayles: ‚Croix gammĂ©e contre caducĂ©e’. In: Sylwia Werner, Claus Zittel (Hrsg.): Denkstile und Tatsachen. Gesammelte Schriften und Zeugnisse (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft). Nr. 1953. Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-29553-3, S. 549–557.
cite-note-1919. ↑ Arthur Allen: How a Jewish Doctor Duped the Nazis. In: Politico. 23. Juli 2014, abgerufen am 18. Juli 2023 (englisch).
cite-note-2020. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, Einleitung der Herausgeber, S. XIII.
cite-note-2121. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, Einleitung der Herausgeber, S. XIII–XVII.
cite-note-2222. ↑ Ludwik Fleck: Über einige spezifische Merkmale des Ă€rztlichen Denkens [1927]. In: Sylwia Werner, Claus Zittel (Hrsg.): Denkstile und Tatsachen. Gesammelte Schriften und Zeugnisse (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft). Nr. 1953. Suhrkamp, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-29553-3, S. 41.
cite-note-2323. ↑ Vgl. auch Josef Neumann: Der historisch-soziale Ansatz medizinischer Wissenschaftstheorie von Ludwig Fleck (1896–1961). In: Sudhoffs Archiv. Band 73, 1989, S. 12–25.
cite-note-2424. ↑ Ludwik Fleck: Zur Krise der „Wirklichkeit“. In: Naturwissenschaft. Band 17, 1929, S. 425–430.
cite-note-2525. ↑ Ludwik Fleck: Zur Krise der Wirklichkeit. In: Lothar SchĂ€fer, Thomas Schnelle (Hrsg.): Erfahrung und Tatsache. Gesammelte AufsĂ€tze (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft). Nr. 404. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-518-28004-X, S. 48.
cite-note-2626. ↑ Kurt Riezler: Die Krise der Wirklichkeit. In: Die Naturwissenschaften. Band 17, Nr. 37–38, 1928, S. 705–712, doi:10.1007/BF01505707.
cite-note-2727. ↑ Christian Bonah: 'Experimental Rage': The Development of Medical Ethics and the Genesis of Scientific Facts. Ludwik Fleck: An Answer to the Crisis of Modern Medicine in Interwar Germany? In: Social History of Medicine. Volume 15, Nr. 2, 2002, S. 187–207, doi:10.1093/shm/15.2.187.
cite-note-2828. ↑ Julius Moses: Die Krise der Medizin. In: Biologische Heilkunst. Nr. 10, 1929, S. 804–805, 832–833.
cite-note-2929. ↑ Jörg Phil Friedrich: Ist Wissenschaft, was Wissen schafft? Freiburg 2019, S. 108
cite-note-3030. ↑ Gundolf Keil: Rezension zu: Florian Mildenberger: Medizinische Belehrung fĂŒr das BĂŒrgertum. Medikale Kulturen in der Zeitschrift „Die Gartenlaube“ (1853–1944). Franz Steiner, Stuttgart 2012 (= Medizin, Gesellschaft und Geschichte. Beiheft 45), ISBN 978-3-515-10232-2. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift fĂŒr Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), S. 306–313, hier: S. 307.
cite-note-3131. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, S. 54 f.
cite-note-ee141-3232. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, S. 141.
cite-note-3333. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. [Basel 1935] Frankfurt am Main 1980, S. 99.
cite-note-3434. ↑ Bernard Zalc: Some comments on Fleck’s Interpretation of the Bordet-Wassermann Reaction in view of present biochemical knowledge. In: Robert S. Cohen, Thomas Schnelle (Hrsg.): Cognition and Fact. Materials on Ludwik Fleck. Dordrecht 1986, S. 399–406.
cite-note-3535. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, S. 135.
cite-note-3636. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, S. 150.
cite-note-3737. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, S. 130.
cite-note-ee131-3838. Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, S. 131.
cite-note-3939. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, S. 40–53.
cite-note-4040. ↑ Vgl. etwa Alan F. Chalmers: Wege der Wissenschaft. EinfĂŒhrung in die Wissenschaftstheorie. Hrsg.: Niels Bergemann, Jochen PrĂŒmper. 4. Auflage. Springer, Berlin 1999, ISBN 3-540-67477-2, S. 78 ff., 108–115.
cite-note-4141. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, S. 168.
cite-note-4242. ↑ Dąmbska, zitiert nach Claus Zittel: Die Entstehung und Entwicklung von Ludwik Flecks ‚vergleichender Erkenntnistheorie’. In: BoĆŒena ChoƂuj, Jan C. Joerden (Hrsg.): Von der wissenschaftlichen Tatsache zur Wissensproduktion: Ludwik Fleck und seine Bedeutung fĂŒr die Wissenschaft und Praxis (= Studien zur Ethik in Ostmitteleuropa). Band 11. Lang, 2007, ISBN 978-3-631-56508-7, S. 448.
cite-note-4343. ↑ Fleck, zitiert nach Birgit Griesecke: Was machen normale Menschen, wenn sie nicht schlafen? Ludwik Fleck, Izydora Dąmbska und die ethnografische Herausforderung der frĂŒhen Wissenschaftssoziologie. In: Rainer Egloff (Hrsg.): Tatsache – Denkstil – Kontroverse: Auseinandersetzungen mit Ludwik Fleck (= Collegium Helveticum). Nr. 1. Collegium Helveticum, ZĂŒrich 2005, ISBN 3-9522441-2-0, S. 27.
cite-note-4444. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, Einleitung der Herausgeber, S. XLV.
cite-note-4545. ↑ Hans Petersen: Ludwig Flecks Lehre vom Denkstil und dem Denkkollektiv. In: Klinische Wochenschrift. Band 15, Nr. 7, 1936, S. 239–242, doi:10.1007/BF01779410.
cite-note-4646. ↑ Erich Otto Graf, Karl Mutter: Zur Rezeption des Werkes von Ludwik Fleck. In: Zeitschrift fĂŒr philosophische Forschung. Band 54, Nr. 2, 2000, ISSN 0044-3301, S. 282 f.
cite-note-4747. ↑ z. B. Dieter Wittich: Eine aufschlussreiche Quelle fĂŒr das VerstĂ€ndnis der gesellschaftlichen Rolle des Denkens von Thomas S. Kuhn. In: Deutsche Zeitschrift fĂŒr Philosophie. Band 26, 1978, ISSN 0012-1045, S. 105–113.
cite-note-4848. ↑ Claus Zittel: Fleck-Fieber. In: Philip Ajouri, Marcel Lepper (Hrsg.): Zeitschrift fĂŒr Ideengeschichte. Heft XI/2, 2017, S. 15–28.
cite-note-4949. ↑ Ludwik Fleck: Genesis and development of a scientific fact. Edited by Thaddeus J. Trenn and Robert K. Merton. University of Chicago Press, Chicago 1979, ISBN 0-226-25324-4 (englisch).
cite-note-5050. ↑ Erich Otto Graf, Karl Mutter: Zur Rezeption des Werkes von Ludwik Fleck. In: Zeitschrift fĂŒr philosophische Forschung. Band 54, Nr. 2, 2000, ISSN 0044-3301, S. 284.
cite-note-5151. ↑ AusfĂŒhrlich in ihrer Dissertation: Eva Hedfors: The reading of Ludwik Fleck. Sources and context (= Theses in philosophy from the Royal Institute of Technology). KTH, Stockholm 2005, ISBN 91-7178-158-7 (englisch, diva-portal.org [PDF; 123 kB]).
cite-note-5252. ↑ Olga Amsterdamska et al.: Medical Science in the Light of a Flawed Study of the Holocaust: A Comment on Eva Hedfors’ Paper on Ludwik Fleck. In: Social Studies of Science. Volume 38, Nr. 6, 2008, S. 937–944, doi:10.1177/0306312708098609.
cite-note-5353. ↑ Claus Zittel: Die Entstehung und Entwicklung von Ludwik Flecks ‚vergleichender Erkenntnistheorie‘. In: BoĆŒena ChoƂuj, Jan C. Joerden (Hrsg.): Von der wissenschaftlichen Tatsache zur Wissensproduktion: Ludwik Fleck und seine Bedeutung fĂŒr die Wissenschaft und Praxis (= Studien zur Ethik in Ostmitteleuropa). Band 11. Lang, 2007, ISBN 978-3-631-56508-7.
cite-note-5454. ↑ Ludwik Fleck: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache. EinfĂŒhrung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung herausgegeben von Lothar SchĂ€fer und Thomas Schnelle (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft. Nr. 312). Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07912-3, Einleitung der Herausgeber, S. XIV, XVI.